Der neue Trend im Digital Design „Neumorphism“ – UX-Trends

Hier geht die Reise im UX Design 2020 hin: Neumorphism. Immer öfter sieht man neue Designs im Kleid des Neumorphism. Ich möchte euch den Trend vorstellen und einen Blick auf Neumorphism wagen. Die Welt dreht sich immer schneller – gerade bei der mobilen Nutzung von Interfaces muss der Benutzer die Produkte und die Vorgänge in Apps oder auf Webpages schnell begreifen können und hierbei ist die benutzerfreundliche Gestaltung von virtuellen, digitalen Produkten oder sog. Tasks (Prozessen, Vorgängen) wichtig.

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Vieles von dem, was ich den letzten Sätzen angeteasert habe, wurde in den Werken von Gui Bonsiepe schon vor Jahren schriftlich fixiert und wissenschaftlich erhellt. Im Grunde geht es immer um das Interface – und um die Gestaltung dieses Interfaces im sog. Prozess des Interfacedesigns.

Das Interface stellt die Verbindung zwischen Benutzer, Aufgabe (Task) und Werkzeug (z.B. App, Webpage etc.) her.

Was ist Neumorphism?
Neumorphism oder auch Neo-Skeuomorphism ist eine neue Iteration des Skeuomorphism Stiles, wodurch Web-Elemente, Screens oder Icons in Apps sehr realitätsgetreu und wie die realen Gegenstände dargestellt werden.

https://iconfactory.com/

Zum Beispiel der Computerbauer und Softwareentwickler Apple verwendete Skeuomorphism in den älteren App-Icon Designs. Dieser Stil wurde – aus meiner Sicht – leider – von Microsoft und dem mobilen Betriebssystem Windows Mobile vor einigen Jahren immer weiter verdrängt. Diese sehr flachen 🙂 Zeiten scheinen aber vorbei zu sein. Es geht nun mehr und mehr weg vom öden Funktionalismus wieder mehr hin zu einem postmodernen Verständnis von Design. Apple hatte zudem (nur so am Rande) um das Jahr 2000 auch das Aqua Design mit dem neuen MacOS X auf den „Designmarkt“ gebracht.

https://design.iconfactory.com/powerphotos-for-mac-os-x/

Mit Neumorphism erleben wir nun die Wiedergeburt des alten Stils.  Ein Vorreiter des neuen alten Designs war der Ukrainer Alexander Plyuto (hier auf Behance: https://www.behance.net/plyuto). Er verhalf den Neumorphism in der Designcommunity zum Durchbruch.
Hierbei werden die Designelemente in 3D dargestellt. Auch Schatten und Verläufe sind nun wieder angesagt. Buttons wirken so wieder haptisch – es wird ein wirklichkeitsnaher Eindruck erschaffen. Viele Design würden das neue Design kritisch und monieren, dass die CTA – also der Call 2 Action nicht eindeutig verständlich ist. Menschen könnten also bei der Differenzierung der 0/1 Zustände Probleme haben. Neben Buttons kommen natürlich auch andere Interfaces zum Einsatz z.B. Schieberegler, Scrolling Bars etc.

Hier noch ein Vertreter der neuen Design Welt: Michal Malewicz:
https://uxdesign.cc/@michalmalewicz

Für die, die noch mehr wissen wollen – hier ein Beitrag von Malewicz:

Neumorphism in user interfaces

How UI trends reach for inspiration into the real world and what problems do we have to solve to make those trends work.
https://uxdesign.cc/neumorphism-in-user-interfaces-b47cef3bf3a6

Exkurs: Im Vorfeld zu diesem Artikel habe ich u.a. diese Arbeit gelesen: Die Konfigurations- und Vertraeglichkeitsmatrix als Beitrag zur Darstellung konfigurationsrelevanter Aspekte im Produktentstehungsprozess – Link: https://www.research-collection.ethz.ch/bitstream/handle/20.500.11850/81631/eth-26295-02.pdf

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