Eines der schönsten „Neubaugebiete“ Deutschlands

Die Piesteritzer Werkssiedlung ist die größte autofreie Wohnsiedlung in Deutschland.
1916 bis 1919 entstand die Gartenstadt nach Plänen von Paul Schmitthenner und Otto Rudolf Salvisberg für etwa 2000 Beschäftigte des angrenzenden Stickstoffwerkes.

Sie wurde 1986 in die Denkmalliste der DDR aufgenommen und steht seitdem unter Denkmalschutz. Die Werkssiedlung Piesteritz wurde als Expo-Projekt im Jahr 2000 vollständig saniert. Dabei konnten der ursprüngliche Charakter der Siedlung und die einheitliche Gestaltung der Häuser bewahrt werden.

Der Komplex besteht aus 363 Reihenhäusern oder etwas größeren Einfamilienhäusern. Dazu kamen eine katholische Kirche, Rathaus (heute Lucas-Cranach-Gymnasium), Kauf- und Vereinshaus „Feierabend“ (2010: Hotel Piesteritzer Hof), Schule und das Damenheim, in dem früher die unverheirateten Sekretärinnen wohnten.

Zur Geschichte der Siedlung gab es eine Ausstellung im Piesteritzer Hof, die aber seit ca. 2015 nicht mehr existiert. Durch die Initiative von Bewohnern entstand 2017 im nordöstlichen Torhaus eine neue Ausstellung und natürlich darf man nicht vergessen, dass Dieter Wieland über dieses geniale Stück Architektur einen kleinen Film gedreht hat …

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