Die Sprache im 3. Reich und die Sprache der Deutschen heute

Victor Klemperer, der das ganze 3. Reich über sein Tagebuch dokumentierte, analysierte die Sprache jener Zeit.

Als ich auf ARTE diese Dokumentation sah, erschreckte mich, dass bis heute viel aus der Sprache des 3. Reiches im deutschen Sprachgebrauch der Bundesrepublik zu finden ist. Verstehen Sie mich jetzt nicht falsch – ich liebe Deutschland nicht, mich stößt viel ab – z.B. die Art zu Bauen – diese Häuser, die man bei uns in Neubaugebieten findet, sind abstoßend und haben so wenig mit Architektur zu tun, dass ich mich fast fremd schäme – auch das Automobildesign ist eher widerlich als gut zu nennen – aber das ist eine subjektive Sache. Auch die Art vieler Deutscher ist eher eigenartig zu nennen und ich glaube, dass Deutschland so weit von einem Kulturvolk / Kulturnation entfernt ist wie kaum ein anderes Volk in Europa.

Das Land der „Dichter und Denker“ habe ich oft gesucht und es nie richtig gefunden – es gibt einige Leuchttürme – wie Goethe, Plenzdorf, Nadolny, die Staatstheater und die vielen Museen etc. die das andere dunkle Land überleuchten und so den Eindruck von Kultur vermitteln, wo offen gesagt nur extreme Dummheit vorherrscht – wie ich dazu komme – ich war lange und bin es bis heute im Social Web unterwegs – und in diesem Feld des Anonymen, gleich wie im Straßenverkehr, zeigt so Mancher sein wahres Gesicht. Auch wenn man mit einigen Deutschen spricht, so hört man viel Überheblichkeit – man denkt wirklich, dass man die besten Produkte der Welt produziert? – Wie kommt man nur dazu?!? – wer mal in einem deutschen Auto sitzen musste, der weiß, dass andere Nationen auch gute Autos bauen und wer schon einmal in einem deutschen Haus wohnen musste, der erinnert sich eher an einen Keller als an ein wohnliches Heim etc. natürlich gibt es auch hier positive Ausnahmen.

Und z.B. nervt mich jeden Tag unsere Mikrowelle eines deutschen Konzerns – man muss 3 Tasten drücken, um das Gerät zur Mitarbeit zu bewegen. Während eines US-Urlaubs durfte ich eine Mikrowelle von GE benutzen und das war fast ein iPad-Erlebnis – das war cool – ein Klick und fertig.

Ich bin der festen Überzeugung, dass viele Menschen in Deutschland an sich im Grunde noch Nazis sind – evtl. keine Nazis, so wie Hitler und seine „Idiotentruppe“ – aber doch erhebliche Opportunisten, die einer Führungspersönlichkeit hinterherlaufen müssen – ja der Deutsche an sich bekommt seine Erfüllung als Untertan. Das deutsche Volk ist ein Volk von Untertanen – nicht alle – aber das gesunde, übliche Mittelmaß schon – natürlich gibt es auch andere, die kreativ und weltoffen versuchen in diesem Land zurecht zu kommen – aber ob das gelingen kann? Frau Merkel z.B. promovierte Physikerin ist eine überaus intelligente Frau – das sind Menschen, die mich noch hoffen lassen.

Aber nun zu viel Geschrieben und offen ausgesprochen … zurück zur Dokumentation …

Die Dokumentation beschreibt das Leben des deutschen Juden Victor Klemperer während des dritten Reiches und sein Versuch das NS-System anhand der Sprache zu analysieren. Er überlebte die Herrschaftszeit der Nationalsozialisten und wurde Abgeordneter der Volkskammer der DDR. Schade möchte man sagen – schade, dass er nicht in den Westen gekommen ist und versucht hat die BRD menschlicher zu gestalten. Verstehen Sie mich nicht falsch – ich glaube, dass Deutschland viel hat, was gut ist – z.B. das Gesundheitssystem etc. darauf kann man weltweit „stolz“ sein – aber das wars doch dann auch?

Na sehen Sie selbst … in Zeiten wie diesen wo Begriffe wie Narrativ, Postfaktisch, Altparteien, Fake-News und insbesondere neuerdings Digital- und Flugscham aus dem nichts auftauchen. Sowie dem Missbrauch von Wörtern oder Begriffen im allgemeinen, ist diese Dokumentation über Victor Klemperer und seine Beschäftigung mit dem Sprachgebrauch im NS-Deutschland durch politische Stellen und der damaligen Presse auch heute noch aufschlussreich.

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