Digital Lab kurz erklärt …

März 23, 2018 / Verfasst von / 0 Kommentare

Der strategische Ansatz zum Aufbau eines Digital Labs bringt für das Unternehmen große Chancen mit sich. Alleine die Innovationskraft und die Ideen, die aus einem solchen Schritt entstehen können, sind enorm. Gerade das Potenzial für neue (digitale) Kundenprojekte und evtl. die schrittweise Veränderung von althergebrachten Geschäftsprozessen ist riesig.

Der sog. Digital Leader ist, ebenso wie der Begriff des Digital Labs, ein neu entstandenes Buzzword der letzten Jahre.

Was versteht man unter einem Digital Leader?
Er ist ein sehr wichtiges Element eines Digital Labs, eine Art Zeremonienmeister des Labs, ein Projektleiter oder Unternehmer auf Zeit, der die Aufgabe hat im Lab neue Digitalisierungsansätze zu entwickeln. Der Digital Leader übernimmt hierbei nicht nur die Aufgaben einer Führungskraft, sondern er verkörpert die Innovation in seiner Person.

Der Digital Leader ist somit eine Person, die andere Menschen mitreisen kann und diese für neue Ideen begeistert. Die Zielsetzung eines Digital Leaders und seines Teams ist es „Querzudenken“ und durch diesen Prozess bahnbrechende neue Ideen zu entwickeln. Diese Mitarbeiter sollten sich neben Fachwissen und Unterschiedlichkeit durch Innovationsfreudigkeit und Start-up-Mentalität auszeichnen.

Go-Learn-Go-Prinzip
Ein Digital Lab ist durch agile Entwicklung geprägt. Es stellt eine Organisationsform dar, die sehr flexibel und höchst dynamisch agiert. Aus diesem Grund kennt das Digital Lab keine althergebrachten Entwicklungsmodelle wie das V- oder Wasserfall-Modell, sondern lebt agile Entwicklungsansätze und nach dem Go-Learn-Go-Prinzip.

Dieses Prinzip hat das Ziel, Teilaspekte in kurzen Entwicklungszyklen zu betrachten und mit dem Digital Leader und dem Kunden die Ergebnisse zu verproben. Ein weiterer Unterschied zur klassischen Welt besteht darin, dass das Digital Lab stark zielorientiert arbeitet d.h. vorzeigbare Ergebnisse sind wichtiger als umfassende Dokumentationen. Der Vorgang der Dokumentation fällt dabei nicht weg, sondern wird auf das Wesentliche reduziert – nur das wird dokumentiert, was zur Aufrechterhaltung der Nachvollziehbarkeit notwendig ist. Administrative Bremsklötze sollen hierdurch minimiert werden.

Was bietet ein solches Lab?
Ein Digital Lab orientiert sich an Forschungsprojekten – ähnlich wie in der klassischen Forschung arbeiten bestimmte Ressourcen auf begrenzte Zeit an Fragen der Digitalisierung und der Zukunfts- und Innovationsforschung. Ferner ist der Freiheitsgrad eines Labs ein wichtiger Treiber der Innovation. Besonders durch die Freistellung von Mitarbeitern, von anderen Aufgaben und das Zusammenziehen dieser Ressourcen an einem neuen Standort – außerhalb der normalen Organisation – erwächst im Digital Lab eben dieser Treiber für Innovation: Freiheit.

Diese gewonne Freiheit bezieht sich insbesondere auf das Denken und das Verproben von neuen Ideen.

Der große Vorteil eines Labs fürs Unternehmen
Durch eben diese Freiheit entwickelt sich eine neue Kraft und mehr Mut zur Innovation – ebenso bildet sich ein Gründergeist heraus, den man sonst nur aus Start-ups kennt. Althergebrachte Unternehmen mit eingefahrenen Handlungs- und Verhaltensmustern und Prozessen erreichen dies ohne ein Lab meist nie. Ein Lab vereint somit die Vorteile von beiden Seiten – die finanzielle Potenz eines bestehenden Unternehmens und die Innovationsfähigkeit eines Start-ups.

 


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